Equipment-Checkliste

Vergessenes Equipment meldet sich nicht im Lager — es meldet sich am Motiv, eine Autostunde später.

Worum es geht

Die Checkliste entsteht aus der Shotlist, nicht aus dem Regal: Jeder geplante Shot impliziert Technik, und Technik ohne Shot bleibt zu Hause. Die Gruppierung folgt den Gewerken — Kamera, Licht, Grip, Ton, Daten — denn so wird gepackt, getragen und verantwortet. Die stillen Helden der Liste sind die kleinen Zeilen: Adapter, Verbrauchsmaterial, das Ladegerät der einen Leuchte, die nur mit ihrem eigenen funktioniert. Zweimal abgehakt, bei Ausgabe und Rückgabe, schließt dieselbe Liste auch den Verleih-Kreislauf, bevor fehlende Teile zu Rechnungen werden.

Die Vorlage ist der Ausgangspunkt, nicht das Ziel: Sobald sie zweimal von Hand ausgefüllt wurde, lohnt sich die Frage, ob das Dokument nicht aus dem Plan entstehen sollte.

Was hier anders läuft

Konkret heißt das in der Planung:

  • Abschnitte pro Gewerk mit je einer verantwortlichen Person, denn eine Liste, die allen gehört, prüft niemand
  • Ein Strom-Block: Akkus mit Ladestand, Ladegeräte passend zu ihren Geräten, Kabelwege und ein Verteilplan fürs Motiv
  • Speicher- und Datenzeilen: Karten formatiert und beschriftet, Kapazitäten gegen das erwartete Drehvolumen, dazu die Offload-Platten
  • Die Kleinteil-Zeilen — Adapter, Gaffa, Klemmen, Ersatzsicherungen, Objektivtücher — die Drehtage beenden, wenn sie fehlen
  • Eine Verleih-Spalte mit Quelle, Rückgabedatum und Zustandsnotiz, abgehakt auf dem Hinweg und auf dem Rückweg

Schritt für Schritt

In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:

  1. Leite die Liste aus der Shotlist ab: Geh jedes Setup durch und notiere, was es braucht — inklusive des Riggings drumherum.
  2. Gruppiere nach Gewerken, gib jedem Abschnitt eine verantwortliche Person und lass diese ihre Abschnitte selbst erweitern.
  3. Lade und beschrifte alle Akkus am Vorabend, formatiere und beschrifte die Karten — und vermerk beides als erledigt auf der Liste.
  4. Packe pro Gewerk in markierte Kisten und hake Teile ab, wenn sie physisch ins Fahrzeug wandern, nicht aus dem Gedächtnis.
  5. Halte die Liste am Motiv bei der Technik, damit der Abbau gegen dasselbe Dokument läuft.
  6. Hake bei der Rückgabe erneut ab, notiere Schäden, solange sie frisch sind, und melde Verleih-Differenzen noch am selben Tag.

Typische Stolperstellen

Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:

  • Im Lager aus dem Gedächtnis abhaken und die Wahrheit am Motiv erfahren
  • Keine Rückgabe-Kontrolle, sodass der Verleih die fehlende Schärfeeinheit findet und berechnet
  • Aus Gewohnheit packen statt nach Shotlist — der Gimbal fährt die ganze Woche mit, für null geplante Shots

Mit TillyGen

Weil jeder Shot in TillyGen seine Equipment-Notizen trägt, fällt die Packliste aus dem Plan heraus — was die Setups brauchen, steht bereits dort, wo die Shots leben.

Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.

Häufige Fragen

Eigene Technik und Verleih-Technik — eine Liste oder zwei?

Eine Liste, eine Spalte für die Quelle. Trennung erzeugt genau die Lücke, in der Dinge verschwinden: das Teil, von dem jede Liste annimmt, die andere führe es. Nur der Rückweg unterscheidet sich.

Wer verantwortet die Equipment-Checkliste?

Jedes Gewerk seinen Abschnitt, die Produktion das Ganze. Diese Teilung hält das Fachwissen, wo es hingehört — und trotzdem kann eine Person beantworten, ob der Transporter wirklich vollständig ist.

Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?

Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.

Lassen sich die Ergebnisse exportieren?

Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.