Schlechtwetterplan-Vorlage
Nicht das Wetter ruiniert Drehtage, sondern unentschiedene Produktionen. Der Schlechtwetterplan ersetzt das Zaudern am Morgen durch einen vorbereiteten Schalter.
Worum es geht
Die teure Variante von Schlechtwetter ist das langsame Vielleicht: Crew halb informiert, Motiv halb storniert, Entscheidung vertagt, bis der Regen sie übernimmt. Ein funktionierender Plan entfernt die Improvisation. Er definiert Trigger — Windgrenzen für Drohne und geriggte Rahmen, Regen, der das Außenmotiv erledigt — einen Entscheidungszeitpunkt am Vorabend oder zur festen Morgenstunde, und ein Cover-Set: Innenszenen, so weit vorbereitet, dass sie kurzfristig drehbar sind. Alle wissen, dass der Schalter existiert, wer ihn umlegt und wie ihr Tag danach aussieht.
Die Vorlage ist der Ausgangspunkt, nicht das Ziel: Sobald sie zweimal von Hand ausgefüllt wurde, lohnt sich die Frage, ob das Dokument nicht aus dem Plan entstehen sollte.
Was hier anders läuft
Die Punkte, an denen sich das von anderen Fällen unterscheidet:
- Trigger als messbare Bedingungen — Wind, Regenwahrscheinlichkeit zur Drehstunde, Sicht — statt der Formulierung wenn es schlimm aussieht
- Eine benannte Entscheidungsperson und eine feste Entscheidungszeit, denn ein Komitee um 06:30 Uhr ist kein Mechanismus
- Das Cover-Set: welche Innenszenen kurzfristig drehbar sind, was sie voraussetzen und was für sie vorbereitet bleibt
- Eine Meldekette mit Anrufreihenfolge — Crew, Cast, Motiv, Catering — und den Kostenfolgen von Umschalten gegenüber Verschieben
Schritt für Schritt
In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten:
- Identifiziere die wetterabhängigen Szenen im Drehplan und notiere je Szene, was genau sie bricht — Wasser, Wind, Licht, Kälte.
- Definiere Triggerwerte mit den Gewerken: Die Drohnenpilotin kennt die Windgrenze, der Oberbeleuchter weiß, was die geriggten Rahmen aushalten.
- Wähle die Cover-Szenen und bereite sie echt vor: Erklärungen unterschrieben, Requisiten bereit, Motiv kurzfristig verfügbar.
- Fixiere Entscheidungszeit und die eine Entscheidungsperson und schreib beides in die Dispo, wo alle es lesen.
- Bereite die Meldekette mit Nummern und Reihenfolge vor, damit das Umschalten dreißig Minuten dauert statt eines chaotischen Morgens.
- Sortiere nach einem Umschalten den Drehplan noch am selben Tag neu — das verdrängte Außenmotiv braucht einen neuen Platz, bevor es zum Problem wird.
Typische Stolperstellen
Was in der Praxis am häufigsten schiefgeht:
- Kein Entscheidungszeitpunkt, sodass die Produktion mit dem Himmel diskutiert, bis die Crew im Regen steht
- Ein Cover-Set, das nur als Satz existiert — keine Erklärungen, keine Requisiten, keine vorbereiteten Szenen
- Die Kosten des Umschaltens ignorieren und dann merken, dass der Cover-Tag Szenen verbrannt hat, die die Außenwoche brauchte
Mit TillyGen
Weil TillyGen Drehplan, Szenen und Dispo verbunden hält, ist das Umlegen des Schalters ein Umsortieren statt ein Neubau — der Cover-Tag erzeugt seine eigene stimmige Disposition.
Ändert sich eine Randbedingung, wandern die Folgen durch den ganzen Plan: betroffene Einstellungen werden markiert, die Disposition wird neu erzeugt, und niemand arbeitet weiter mit einer Fassung von gestern.
Häufige Fragen
Wer sollte die Wetterentscheidung treffen?
Eine Person mit Plan- und Budgetüberblick — meist Producer oder Produktionsleitung, beraten von den Gewerken, die das Wetter wirklich trifft. Der Rat ist Plural, die Entscheidung Singular.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Entscheidung?
Am Vorabend, wenn sich die Logistik der Varianten unterscheidet — sonst zu einer festen frühen Morgenstunde gegen eine aktuelle Vorhersage. Der Moment muss liegen, bevor die Crew das Haus verlässt; genau dafür wird er fixiert.
Wie lange dauert die Einarbeitung in TillyGen?
Ein erstes Projekt lässt sich in unter einer Stunde anlegen. Es gibt keine Einrichtungsphase, in der erst Vorlagen und Felder konfiguriert werden müssen, bevor das Werkzeug etwas ausgibt.
Lassen sich die Ergebnisse exportieren?
Ja — als PDF für die Crew, als CSV für nachgelagerte Systeme und über die API für alles Automatisierte. Der Plan bleibt dabei die Quelle; die Exporte sind Ansichten davon.